Von der ersten Idee bis zur fertigen PV-Anlage: Ihr kompletter Leitfaden für die Solarplanung in der Schweiz mit Checkliste und Expertentipps.
Eine Solaranlage ist eine Investition für 25 bis 30 Jahre. Umso wichtiger ist eine sorgfältige Planung. In der Schweiz gibt es zahlreiche Faktoren, die über den Erfolg Ihrer Photovoltaikanlage entscheiden – von der Dacheignung über die richtige Dimensionierung bis hin zur Wahl des Installateurs. Dieser Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch den gesamten Planungsprozess.
Die gute Nachricht: Mit den heutigen digitalen Tools ist der Einstieg einfacher als je zuvor. Ein Online-Solar-Check auf pv-rechner.ch liefert Ihnen in wenigen Minuten eine erste Einschätzung, ob und wie sich eine Solaranlage auf Ihrem Dach lohnt.
Der erste Schritt jeder Solarplanung ist die Analyse Ihres Dachpotenzials. Dabei werden folgende Faktoren geprüft:
Die richtige Dimensionierung ist der Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit. Analysieren Sie Ihren aktuellen Jahresstromverbrauch anhand Ihrer Stromrechnungen. In der Schweiz verbraucht ein Vier-Personen-Haushalt durchschnittlich 4'500 bis 5'500 kWh pro Jahr.
Planen Sie vorausschauend: Wenn in den nächsten Jahren ein Elektroauto (ca. +2'500 kWh/Jahr) oder eine Wärmepumpe (ca. +4'000 kWh/Jahr) angeschafft werden soll, berücksichtigen Sie dies bei der Anlagengrösse. Eine spätere Erweiterung ist möglich, aber deutlich teurer als eine von Anfang an grösser geplante Anlage.
Faustregel: Pro 1'000 kWh Jahresverbrauch benötigen Sie circa 1 kWp installierte Leistung. Ein 4-Personen-Haushalt sollte mindestens 8–10 kWp einplanen. Pro kWp brauchen Sie etwa 5–6 m² Dachfläche.
Holen Sie mindestens drei Offerten von verschiedenen Solarinstallateuren ein. Achten Sie dabei auf:
In der Schweiz benötigen die meisten Aufdach-Solaranlagen seit 2022 keine Baubewilligung mehr. Es genügt eine Meldung an die zuständige Gemeinde, die in der Regel innerhalb von 30 Tagen bearbeitet wird. Zusätzlich muss Ihr Installateur ein Anschlussgesuch beim lokalen Netzbetreiber (z.B. EKZ, BKW, Axpo) einreichen.
Ausnahmen bestehen für denkmalgeschützte Gebäude, Bauten in Ortsbildschutzzonen und Indach-Anlagen, die eine Baubewilligung erfordern können. Klären Sie dies vorab mit Ihrer Gemeinde ab.
Die eigentliche Montage einer Solaranlage auf einem Einfamilienhaus dauert in der Regel nur 2 bis 3 Arbeitstage. Der Ablauf umfasst:
Nach der Installation erfolgt die Abnahme durch den Netzbetreiber. Sobald der Zähler umgestellt ist, speisen Sie überschüssigen Strom ins Netz ein und erhalten dafür eine Einspeisevergütung von 8 bis 12 Rappen pro kWh.
Vergessen Sie auch den Steuerabzug nicht: In den meisten Kantonen können Sie die Investitionskosten (nach Abzug der Förderung) als energetische Sanierung von den Einkommenssteuern abziehen. Bei einem Grenzsteuersatz von 30% reduzieren sich die effektiven Kosten nochmals erheblich.
Der erste Schritt zur eigenen Solaranlage: Prüfen Sie kostenlos das Potenzial Ihres Dachs.
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