Hinweis: Die Inhalte dieser Webseite dienen der allgemeinen Information. Verbindliche und tagesaktuelle Angaben zu Förderprogrammen und Gesetzgebung erhalten Sie auf energiefranken.ch, beim Bundesamt für Energie und auf der offiziellen Webseite Ihres Kantons.
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Solarenergie im Winter: Funktioniert das?

Produzieren Solaranlagen im Winter überhaupt Strom? Die Tage sind kurz, die Sonne steht tief, manchmal liegt Schnee. Die Antwort überrascht viele.

Ja, auch im Winter wird Strom produziert

Solange Tageslicht vorhanden ist, produzieren die Module Strom. In den Monaten November bis Februar erzeugt eine Anlage etwa 15 bis 20 Prozent des Jahresertrags. Im Winter sind Strompreise oft am höchsten, jede eigene kWh ist besonders wertvoll.

Kälte ist gut für Solarmodule

Module arbeiten bei Kälte effizienter. Der Wirkungsgrad steigt bei niedrigen Temperaturen. An klaren, kalten Tagen können Module sogar ihre Spitzenleistung übertreffen, weil sie weniger Wärmeverluste haben.

Schnee auf den Modulen

Bei geneigten Dächern rutscht Schnee recht schnell ab. Bereits ein kleiner Sonnenstrahl erwaermt die dunkle Oberflaeche und beschleunigt das Abtauen. Die Tage mit geschlossener Schneedecke sind in den meisten Regionen überschaubar.

Der Albedo-Effekt

Schnee auf dem Boden reflektiert Sonnenlicht auf die Module. Dieser Albedo-Effekt kann die Produktion an klaren Wintertagen um 10 bis 20 Prozent erhöhen. In Bergregionen ist dieser Effekt besonders stark.

Winterproduktion in Zahlen

Eine 10-kWp-Anlage im Mittelland produziert im Winter etwa 1'500 bis 2'500 kWh. An sonnigen Tagen sind 15 bis 25 kWh möglich, an trueben Tagen 3 bis 8 kWh. Das ist nicht null und traegt zur Wirtschaftlichkeit bei.

Wärmepumpe und Wintersolar

An sonnigen Wintertagen liefert die Solaranlage Strom für die Wärmepumpe. Eine grösser dimensionierte Anlage kann im Winter einen nennenswerten Beitrag zur Heizung leisten.

Die Jahresbilanz zaehlt

Mit 1'000 bis 1'200 Sonnenstunden pro Jahr im Mittelland liefern Solaranlagen zuverlässig Ertrag. Die Wintermonate sind einkalkuliert und ändern nichts an der positiven Gesamtrechnung.

Fazit: Solar funktioniert auch im Winter. Die geringere Produktion wird durch hohe Strompreise kompensiert. Die Jahresbilanz macht Solar zur ausgezeichneten Investition.

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Schweizer Förderprogramme im Überblick

In der Schweiz profitieren Eigenheimbesitzer von attraktiven Förderprogrammen für Solaranlagen. Die Einmalvergütung (EIV) des Bundes deckt bis zu 30 % der Investitionskosten. Zusätzlich bieten viele Kantone und Gemeinden eigene Zuschüsse an. In Zürich beispielsweise gibt es kantonale Zusatzförderungen von bis zu CHF 3’000, während Bern einen Bonus für Fassadenanlagen gewährt. Wichtig: Die Förderanträge müssen vor Baubeginn eingereicht werden. Ihr Solarinstallateur übernimmt in der Regel die gesamte Administration. Die Bearbeitungszeit beträgt aktuell 3–6 Monate. Zusätzlich können Sie die Investitionskosten vollständig von der Einkommenssteuer abziehen – das spart je nach Steuersatz nochmals 20–35 % der Nettokosten.

Solaranlage für Mieter und Stockwerkeigentümer

Auch ohne eigenes Dach können Sie von Solarstrom profitieren. Das Modell der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) ermöglicht es Mietern und Stockwerkeigentümern, gemeinsam eine Solaranlage zu betreiben und den Strom untereinander aufzuteilen. Der Vermieter oder die Stockwerkeigentümergemeinschaft installiert die Anlage, und die Kosten werden fair auf alle Parteien verteilt. Seit der Revision des Energiegesetzes sind die rechtlichen Rahmenbedingungen klar geregelt. Der Solarstrom wird direkt an die Bewohner verkauft – günstiger als der normale Netzstrom. Alternativ gibt es Stecker-Solaranlagen für den Balkon: Mit 300–800 Watt Leistung produzieren sie genug Strom für Kühlschrank und Grundlast – ganz ohne Dachmontage.

Den richtigen Solarinstallateur finden

Die Wahl des Installateurs ist entscheidend für eine erfolgreiche Solaranlage. Achten Sie auf folgende Kriterien: Der Betrieb sollte über eine Swissolar-Zertifizierung verfügen und Erfahrung mit mindestens 50 installierten Anlagen vorweisen können. Holen Sie mindestens drei Offerten ein und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch die verwendeten Komponenten und Garantiebedingungen. Ein guter Installateur bietet eine Vor-Ort-Begehung an und erstellt eine individuelle Ertragsberechnung. Fragen Sie nach Referenzprojekten in Ihrer Region. Der Installateur sollte auch den Papierkram übernehmen: Baumeldung, Pronovo-Anmeldung und Netzgesuch. Seriöse Betriebe bieten zudem Wartungsverträge an, die eine regelmässige Überprüfung der Anlage sicherstellen und so langfristig die optimale Leistung gewährleisten.

Umweltbilanz und Nachhaltigkeit

Eine Solaranlage in der Schweiz vermeidet pro kWp jährlich rund 400–500 kg CO₂. Bei einer typischen 10-kWp-Anlage sind das über die Lebensdauer von 25 Jahren mehr als 100 Tonnen eingespartes CO₂. Die energetische Amortisation – also die Zeit, bis die Anlage mehr Energie produziert hat als für ihre Herstellung benötigt wurde – liegt bei nur 1–2 Jahren. Danach liefert sie über 20 Jahre lang sauberen, klimaneutralen Strom. Am Ende ihrer Lebensdauer können über 95 % der Materialien recycelt werden. Silizium, Glas und Aluminium werden zurückgewonnen und in neuen Produkten eingesetzt. So schliesst sich der Kreislauf – und Sie leisten einen messbaren Beitrag zur Energiewende in der Schweiz.

Winterertrag nach Schweizer Regionen

Der Winterertrag von Solaranlagen variiert in der Schweiz erheblich je nach Region und Höhenlage. Im Mittelland (Zürich, Bern, Aargau) produziert eine Solaranlage im Winter nur etwa 15–20 % des Jahresertrags. In den Alpenregionen sieht es anders aus: Auf über 1’500 Metern Höhe ist die Sonneneinstrahlung im Winter deutlich höher als im nebligen Flachland. Anlagen in Davos, Zermatt oder Saas-Fee erzielen im Winter pro kWp bis zu 30 % mehr Ertrag als vergleichbare Anlagen in Zürich. Zudem reflektiert die Schneedecke zusätzliches Licht auf die Module (Albedo-Effekt), was den Ertrag um weitere 5–15 % steigert. Alpine Solaranlagen sind daher ein zunehmend wichtiger Baustein der Schweizer Energiestrategie 2050. Die Swissgrid und mehrere Energieversorger investieren in grosse Alpinsolaranlagen.

Solarertrag im Schweizer Jahresverlauf

In der Schweiz produziert eine Solaranlage rund 60–70 % ihres Jahresertrags zwischen April und September. Die Monate Juni und Juli sind am ertragreichsten mit täglich bis zu 6–7 Volllaststunden. Im Winter sinkt die Produktion auf 1–2 Volllaststunden pro Tag. Schnee auf den Modulen reduziert den Ertrag vorübergehend, jedoch rutscht Schnee bei Neigungen ab 25 Grad meistens von selbst ab. Alpine Standorte profitieren von der höheren Globalstrahlung und kühleren Temperaturen, die den Modulwirkungsgrad verbessern.

Ertragsoptimierung durch Anlagenmonitoring

Ein professionelles Monitoring-System ist für Schweizer Solaranlagen unverzichtbar. Es überwacht die Leistung jedes einzelnen Strings oder Moduls und erkennt Abweichungen sofort. Verschmutzung, Teilverschattung oder defekte Module werden frühzeitig identifiziert, bevor sie den Gesamtertrag nennenswert beeinträchtigen. Die meisten Wechselrichter-Hersteller bieten kostenlose Monitoring-Portale an. Professionelle Betriebsführung kann den Jahresertrag um 3–5 % gegenüber unbeaufsichtigten Anlagen steigern.

Energiewende und Solarenergie in der Schweiz

Die Schweizer Energiestrategie 2050 sieht einen massiven Ausbau der Solarenergie vor. Bis 2035 soll die Photovoltaik-Produktion auf 14 TWh jährlich steigen, bis 2050 auf über 30 TWh. Aktuell sind bereits über 6 GW an Solarleistung installiert. Jedes neue kWp trägt zur Erreichung der Klimaziele bei und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Die Schweizer Bevölkerung unterstützt den Solarausbau mit deutlicher Mehrheit, wie das Ja zum Klimaschutzgesetz 2023 gezeigt hat.

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