Hinweis: Die Inhalte dieser Webseite dienen der allgemeinen Information. Verbindliche und tagesaktuelle Angaben zu Förderprogrammen und Gesetzgebung erhalten Sie auf energiefranken.ch, beim Bundesamt für Energie und auf der offiziellen Webseite Ihres Kantons.
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Solaranlage als Mieter: Geht das?

Auch ohne eigenes Dach müssen Sie auf die Vorteile der Sonne nicht verzichten. Es gibt mehrere Möglichkeiten für Mieterinnen und Mieter.

Balkonkraftwerke

Die einfachste Lösung: Ein bis zwei Module mit Mikrowechselrichter an der Steckdose. In der Schweiz sind Anlagen bis 600 Watt ohne Bewilligung möglich (Meldung beim Versorger noetig). Kosten: CHF 500 bis CHF 1'200. Jaehrliche Ersparnis: CHF 120 bis CHF 210. Amortisation in 3 bis 6 Jahren.

Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV)

Wenn Ihr Vermieter eine Solaranlage installiert, können die Mieter einen ZEV bilden. Der Solarstrom wird direkt an Mieter verkauft, meist guenstiger als Netzstrom. Seit 2018 im Schweizer Energiegesetz verankert.

Solarstrom vom Versorger

Viele Energieversorger bieten Solarstromprodukte an. Sie erhalten Strom aus Schweizer Solaranlagen und unterstuetzen den Ausbau. Einige bieten Community-Solar-Modelle mit Anteilskauf.

Den Vermieter überzeugen

Für Vermieter bietet Solar Wertsteigerung, Einnahmen durch ZEV und ein gruenes Image. Bereiten Sie Argumente vor und sprechen Sie das Thema aktiv an. Oft scheitert es nur am fehlenden Wissen.

Rechtliche Situation

Für Balkonkraftwerke brauchen Sie die Zustimmung des Vermieters wegen der Montage an der Gebaedehulle. Viele Vermieter stimmen zu, wenn die Module fachgerecht installiert werden.

Solarfonds und Genossenschaften

Investieren Sie in Solarfonds oder Genossenschaften für finanzielle Beteiligung an Solarenergie. Attraktive Renditen und Förderung erneuerbarer Energien zugleich.

Unser Tipp: Ein Balkonkraftwerk ist der schnellste Einstieg. Und den Solar-Check können Sie machen, um dem Vermieter das Dachpotenzial zu zeigen.

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Planung und Installation

Der Weg zur eigenen Solaranlage beginnt mit einer professionellen Dachanalyse. Dabei werden Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Statik geprüft. Süd-, Südost- und Südwestdächer mit 15–35° Neigung sind ideal. Aber auch Ost-West-Anlagen sind wirtschaftlich sinnvoll und liefern eine gleichmässigere Stromproduktion über den Tag. Die Montage dauert typischerweise 2–3 Tage für ein Einfamilienhaus. Der Installateur kümmert sich um die Baubewilligung, den Netzanschluss und die Anmeldung bei Pronovo für die Einmalvergütung. Nach der Inbetriebnahme können Sie Ihre Stromproduktion per App überwachen und Ihren Eigenverbrauch optimieren. Ein jährlicher Check durch den Fachmann sichert die langfristige Leistung.

Technologie und Modultypen

Moderne Solarmodule erreichen Wirkungsgrade von 20–22 % und sind deutlich leistungsfähiger als frühere Generationen. Die gängigsten Typen sind monokristalline Module – sie bieten die beste Flächeneffizienz und eignen sich ideal für Schweizer Dächer mit begrenztem Platz. Ganzschwarze Module (Full Black) sind besonders beliebt, da sie ästhetisch ansprechend sind und sich harmonisch ins Dachbild fügen. Bifaziale Module nutzen zusätzlich das reflektierte Licht der Rückseite und liefern bis zu 10 % Mehrertrag. Die Module sind auf mindestens 25 Jahre Leistung garantiert und verlieren pro Jahr nur etwa 0,3–0,5 % ihrer Kapazität. Die Wechselrichter – das Herzstück jeder Anlage – wandeln den Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um.

Den richtigen Solarinstallateur finden

Die Wahl des Installateurs ist entscheidend für eine erfolgreiche Solaranlage. Achten Sie auf folgende Kriterien: Der Betrieb sollte über eine Swissolar-Zertifizierung verfügen und Erfahrung mit mindestens 50 installierten Anlagen vorweisen können. Holen Sie mindestens drei Offerten ein und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch die verwendeten Komponenten und Garantiebedingungen. Ein guter Installateur bietet eine Vor-Ort-Begehung an und erstellt eine individuelle Ertragsberechnung. Fragen Sie nach Referenzprojekten in Ihrer Region. Der Installateur sollte auch den Papierkram übernehmen: Baumeldung, Pronovo-Anmeldung und Netzgesuch. Seriöse Betriebe bieten zudem Wartungsverträge an, die eine regelmässige Überprüfung der Anlage sicherstellen und so langfristig die optimale Leistung gewährleisten.

Solarstrom und Elektromobilität

Die Kombination von Solaranlage und Elektroauto ist besonders attraktiv. Ein E-Auto verbraucht rund 15–20 kWh pro 100 km – bei 15’000 km Jähresfahrleistung sind das etwa 2’500 kWh. Mit einer 10-kWp-Anlage produzieren Sie in der Schweiz jährlich rund 10’000 kWh – mehr als genug für Haushalt und Auto. Wer sein E-Auto tagsüber zu Hause laden kann, nutzt den Solarstrom direkt und spart die teuren öffentlichen Ladetarife. Eine smarte Wallbox mit Solarstrom-Optimierung lädt das Auto bevorzugt dann, wenn die Sonne scheint. So fahren Sie praktisch gratis – und CO₂-neutral. Die Investition in eine Wallbox liegt bei CHF 1’500–3’000 inklusive Installation.

Stecker-Solaranlagen: Die Lösung für Mieter

Stecker-Solaranlagen, auch Balkonkraftwerke genannt, bieten Mietern in der Schweiz eine unkomplizierte Möglichkeit, eigenen Solarstrom zu erzeugen. Diese Kleinstanlagen mit 300–800 Watt Leistung werden einfach am Balkon oder der Fassade befestigt und über eine herkömmliche Steckdose angeschlossen. In der Schweiz ist für Anlagen bis 600 Watt lediglich eine Meldung beim Netzbetreiber erforderlich. Die Kosten liegen bei CHF 500–1’200, und die jährliche Stromproduktion beträgt 300–700 kWh – genug, um die Grundlast eines Haushalts zu decken. In den Kantonen Zürich und Basel werden Balkonkraftwerke zunehmend beliebter. Achten Sie auf die Zustimmung des Vermieters und die sichere Montage. Die Amortisation erfolgt innerhalb von 3–5 Jahren bei aktuellen Strompreisen.

Mieterstrommodelle und ZEV für Mehrfamilienhäuser

Der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) bietet Mietern in der Schweiz die Möglichkeit, direkt vom Solarstrom auf dem Dach ihres Mehrfamilienhauses zu profitieren. Der Vermieter installiert die Solaranlage und verkauft den Strom zu einem günstigeren Tarif als der lokale Energieversorger an die Mieter. Die Abrechnung erfolgt über Smart Meter, die den individuellen Verbrauch jeder Wohnung erfassen. In den Kantonen Bern, Luzern und St. Gallen gibt es bereits zahlreiche erfolgreiche ZEV-Projekte. Für Vermieter ist das Modell attraktiv, da die Solaranlage eine Rendite von 5–8 % erzielt und die Liegenschaft aufwertet. Mieter sparen typischerweise 10–20 % bei den Stromkosten. Die rechtlichen Grundlagen sind im Energiegesetz klar geregelt.

ZEV-Modelle für Mehrfamilienhäuser

Der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) ermöglicht es Mietern und Eigentümern in Mehrfamilienhäusern, den Solarstrom gemeinsam zu nutzen. In der Schweiz regelt das Energiegesetz die Rahmenbedingungen. Der ZEV-Organisator setzt den internen Stromtarif fest, der höchstens dem lokalen Standardtarif des Verteilnetzbetreibers entsprechen darf. Die Abrechnung erfolgt über intelligente Zähler, die den Verbrauch jeder Partei einzeln erfassen. Mit einem ZEV steigt der Eigenverbrauchsanteil auf 50–70 %, was die Wirtschaftlichkeit der Anlage deutlich verbessert.

Energiewende und Solarenergie in der Schweiz

Die Schweizer Energiestrategie 2050 sieht einen massiven Ausbau der Solarenergie vor. Bis 2035 soll die Photovoltaik-Produktion auf 14 TWh jährlich steigen, bis 2050 auf über 30 TWh. Aktuell sind bereits über 6 GW an Solarleistung installiert. Jedes neue kWp trägt zur Erreichung der Klimaziele bei und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Die Schweizer Bevölkerung unterstützt den Solarausbau mit deutlicher Mehrheit, wie das Ja zum Klimaschutzgesetz 2023 gezeigt hat.

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