Hinweis: Die Inhalte dieser Webseite dienen der allgemeinen Information. Verbindliche und tagesaktuelle Angaben zu Förderprogrammen und Gesetzgebung erhalten Sie auf energiefranken.ch, beim Bundesamt für Energie und auf der offiziellen Webseite Ihres Kantons.
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Ist mein Dach für Solar geeignet?

Eine der häufigsten Fragen, die sich Hauseigentuemer stellen, lautet: Ist mein Dach überhaupt für eine Solaranlage geeignet? Die gute Nachricht: Die allermeisten Dächer in der Schweiz eignen sich für Photovoltaik. Aber es gibt einige Faktoren, die den Ertrag stark beeinflussen.

Die Ausrichtung: Sueden ist nicht alles

Natuerlich ist ein nach Sueden ausgerichtetes Dach ideal. Es faengt über den Tag verteilt am meisten Sonnenlicht ein. Aber auch Ost- und Westdächer sind hervorragend geeignet. Ein Ost-West-Dach produziert zwar pro Flaeche etwas weniger Strom als ein Sueddach, verteilt die Produktion aber besser über den Tag. Das kann sogar vorteilhaft sein, weil Sie morgens und abends mehr Strom direkt selbst verbrauchen können.

Einzig reine Norddächer sind problematisch. Sie erhalten deutlich weniger direkte Sonneneinstrahlung und lohnen sich in der Regel nicht für eine Solaranlage. Aber selbst hier gibt es Ausnahmen, etwa bei sehr geringer Dachneigung.

Der Neigungswinkel: Flach oder steil?

In der Schweiz liegt der ideale Neigungswinkel für Solarmodule bei etwa 30 bis 35 Grad. Das entspricht einem typischen Satteldach. Aber auch bei anderen Neigungen funktioniert Solar gut. Flachdächer bieten den Vorteil, dass die Module mit einer Aufständerung in den optimalen Winkel gebracht werden können.

Steilere Dächer mit 45 Grad oder mehr produzieren im Sommer etwas weniger, dafür im Winter mehr, weil die tiefstehende Sonne besser eingefangen wird. Insgesamt ist der Unterschied zwischen 20 und 45 Grad Neigung überraschend gering, oft nur 5 bis 10 Prozent.

Verschattung: Der stille Ertragskiller

Verschattung ist einer der wichtigsten Faktoren, die oft unterschätzt werden. Ein einzelner Baum, ein Nachbargebaeude oder ein Kamin können den Ertrag deutlich reduzieren. Moderne Solaranlagen arbeiten zwar mit Leistungsoptimierern oder Mikrowechselrichtern, die die Auswirkung von Teilschatten minimieren, aber komplett ausgleichen können sie den Schatten nicht.

Achten Sie besonders auf Verschattung während der Mittagszeit von 10 bis 15 Uhr. In diesen Stunden ist die Einstrahlung am staerksten, und Schatten wirkt sich hier am negativsten aus. Auch im Winter, wenn die Sonne tief steht, kann Verschattung zunehmen.

Dachfläche: Wie viel Platz brauchen Sie?

Ein Solarmodul benoetigt etwa 1.7 Quadratmeter Flaeche. Für eine typische Hausanlage mit 10 kWp brauchen Sie also rund 40 bis 50 Quadratmeter Dachfläche. Dabei müssen Sie Abstaende zu Dachrändern, Kamine und Dachfenster abziehen.

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus in der Schweiz reicht die Dachfläche in der Regel locker aus. Selbst wenn nur eine Dachhaelfte nutzbar ist, können Sie oft genug Module platzieren, um einen Grossteil Ihres Strombedarfs zu decken.

Dachzustand: Wie alt ist Ihr Dach?

Bevor Sie eine Solaranlage installieren, sollte Ihr Dach in gutem Zustand sein. Eine Solaranlage hat eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren. Wenn Ihr Dach in den naechsten Jahren saniert werden muss, lohnt es sich, beides zusammen zu planen. So sparen Sie die Kosten für eine späterne Demontage und Wiedermontage.

Die meisten Dacheindeckungen, ob Ziegel, Beton, Schiefer oder Blech, eignen sich für die Montage von Solarmodulen. Ihr Installateur wird das Dach vor der Montage prüfen und die passende Befestigungsloesung wählen.

Statik: Traegt mein Dach das Gewicht?

Moderne Solarmodule wiegen etwa 11 bis 13 Kilogramm pro Quadratmeter inklusive Unterkonstruktion. Das ist in der Regel kein Problem für ein standard-maessig gebautes Dach. Nur bei sehr alten Gebaeuden oder Flachdächern mit geringer Traglast kann eine statische Prüfung notwendig sein.

Der schnelle Test: Eignet sich mein Dach?

Als Faustregel können Sie folgende Punkte prüfen:

Wenn Sie die meisten dieser Punkte mit Ja beantworten können, steht Ihrer Solaranlage wahrscheinlich nichts im Weg.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren kostenlosen Solar-Check, um eine praezise Einschätzung für Ihr spezifisches Dach zu erhalten. Die Analyse berücksichtigt alle relevanten Faktoren.

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Dachausrichtung und Neigung in der Schweiz

Die optimale Dachausrichtung für Solaranlagen in der Schweiz ist Süden mit einer Neigung von 25–35 Grad. Doch auch Ost-West-Ausrichtungen sind wirtschaftlich sinnvoll – sie liefern zwar 10–15 % weniger Jahresertrag, verteilen die Produktion aber gleichmässiger über den Tag. In den Kantonen Tessin und Wallis, mit über 2’000 Sonnenstunden pro Jahr, erzielen selbst Norddächer noch akzeptable Erträge. Flachdächer bieten den Vorteil der freien Ausrichtung durch Aufständerung. Die Sonneneinstrahlung variiert in der Schweiz stark: Während das Mittelland rund 1’100–1’200 kWh pro kWp erreicht, sind im Wallis und Tessin bis zu 1’500 kWh möglich. Mit dem Solarkataster Ihres Kantons können Sie das Solarpotenzial Ihres Dachs kostenlos und unverbindlich prüfen. Die VESE (Verband unabhängiger Energieerzeuger) bietet zusätzliche Informationen zu regionalen Ertragswerten.

Dachzustand und Sanierungsbedarf

Bevor eine Solaranlage installiert wird, sollte der Dachzustand genau geprüft werden. Da die Module 25–30 Jahre auf dem Dach bleiben, muss die Eindeckung mindestens ebenso lange halten. Bei Ziegeldächern älter als 30 Jahre ist eine Sanierung vor der PV-Installation ratsam. Die Kosten für eine Dachsanierung liegen bei CHF 150–300 pro Quadratmeter, können aber steuerlich als Unterhalt abgezogen werden. In vielen Kantonen lassen sich Dachsanierung und Solarinstallation gemeinsam planen, was die Gerüstkosten reduziert. Indach-Systeme ersetzen die Ziegel vollständig und sind besonders bei ohnehin fälligen Dachsanierungen wirtschaftlich attraktiv.

Schweizer Normen für die Dachmontage

Die Installation von Solaranlagen in der Schweiz unterliegt strengen Normen. Die SIA-Norm 261 regelt die Windlasten, während die SIA 262 die Tragfunktion der Unterkonstruktion definiert. In alpinen Regionen oberhalb von 1’000 m ü.M. gelten verschärfte Anforderungen an die Schneelastsicherung. Swissolar-zertifizierte Installateure kennen diese Vorschriften genau und garantieren eine normgerechte Montage. Die Abnahme erfolgt durch den lokalen Verteilnetzbetreiber, der die Sicherheit und Netzkonformität der Anlage prüft.

Dacheignung und Ausrichtung in der Schweiz

Nicht jedes Dach ist gleich gut für eine Solaranlage geeignet. Die optimale Ausrichtung ist Süden mit einer Neigung von 25–35 Grad. Ost-West-Anlagen liefern zwar 10–15 % weniger Jahresertrag, verteilen die Produktion aber gleichmässiger über den Tag. Das Bundesamt für Energie stellt mit sonnendach.ch ein kostenloses Tool zur Verfügung, das die Solareignung jedes Gebäudes in der Schweiz bewertet. Verschattung durch Nachbargebäude, Bäume oder Bergketten muss bei der Planung sorgfältig analysiert werden.

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